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Offizieller Austragungsort FedCup 2009/2010

Tradition - Geschichte im Zeitraffer

 

 

Spieler 1914Im Logo des FTC Palmengarten ist die offizielle Gründungsjahreszahl aufgenommen: 1914. Ende Juni in jenem Jahr, also kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs, hatte der „Frankfurter Tennisclub 1914", knapp 100 Mitglieder, die auf angemieteten Plätzen in Eschersheim spielten.

1924 bezieht der FTC schließlich die Plätze im Frankfurter Palmengarten. 12 Plätze und 2 Centre Courts standen den Tennisspielern von da an zur Verfügung. Schon damals zog der Club zahlreiche hervorragende Spieler an, stellvertretend für viele andere sollen hier genannt werden: Gottfried von Cramm, Ilse Friedleben, Otto Froitzheim, Ferdi Gosewich, Oskar Kreuzer und Hanne Nüsslein, die in den 20er und 30er Jahren die Reihen des FTC Palmengarten stärkten.Anlage FTC 1914

Nach Ende des 2. Weltkrieges zogen die Amerikaner in das Gelände des Palmengartens ein, bis sie es Anfang der 50er Jahre an die Bürger der Stadt zurückgaben. In den Folgejahren begann beim FTC Palmengarten die Zeit des langfristigen sportlichen und gesellschaftlichen Aufstiegs. Mehr und mehr Mitglieder wurden gezählt und der Club setzte sich mit seiner 1. Herren- und 1. Damen-Mannschaft an die Spitze in Hessen u.a. mit Spielrinnen wie Irmgard Pfaff und Magarethe Ambrosius, sowie Spielern wie Günther Mayer und Dieter Contzen in den 60er Jahren.

Rod FrawleyHerausragende Spieler für den Club waren in den 70er Jahren in der 1. Herrenmannschaft u. a. der ehemalige Wimbledon-Finalist Wilhelm Bungert, die früheren Daviscupspieler Dieter Ecklebe und Bernd Weinmann sowie der Weltklasse-Neuzugang aus Australien Rod Frawley.
Angeführt durch Rod Frawley schaffte die 1. Herrenmannschaft 1974 den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Bundesliga - erst 1980 wurde die Lizenz hierfür aus Geldmangel zurückgegeben - unvergessen die packenden Spiele auf den 13 Plätzen, die bei Heimspielen zum Teil zu Tribünen umfunktioniert wurden, um die Masse der Zuschauer aufzunehmen.

Trotzdem hörten die sportlichen Erfolge danach nicht auf. Jahrelang spielte die Mannschaft weiter in der Regionalliga, verstärkt wurde sie in den 80er und 90er Jahren u. a. durch israelische Weltklasse-Spieler wie Amos Mansdorf, Shlomo Glickstein oder Shahar Perkiss.

Am 22.10.1989, 75 Jahre nach Gründung des FTC Palmengarten wurde auf den Plätzen im Palmengarten im Westend der letzte Ball geschlagen. Der Umzug auf die neue Anlage im Berkersheimer Weg in Eschersheim stand an. Grund hierfür war der schon lange durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossene Ausbau des Palmengartens und die dadurch notwendig gewordene Verlegung des Tennisclubs.

Flugbild PalmengartenSicherlich stellt dieser Umzug einen Wendepunkt in der Tradition des Clubs dar - hatten doch die Plätze umgeben von viel Grün und Blumen einen ganz besonderen Charme, das historische Clubhaus, die Villa Leonhardi, die schon 1806 erbaut war, nicht zu vergessen. Doch ist es den Planern und dem damaligen Vorstand rund um ihren Vorstandsvorsitzenden Joachim Bredereck gelungen, auch der neuen Anlage ein außergewöhnliches Ambiente zu verschaffen. Neben den 17 Sandplätzen verfügte die Anlage auf einmal über 5 Hallenplätze, moderne Duschräume mit Sauna und ein wunderschönes Clubhaus.

Auch auf der neuen Anlage, die zu den schönsten Tennisanlagen Deutschlands gehört, wurden hervorragende sportliche Leistungen erreicht. In den 90er Jahren waren es die schon genannten israelischen Spitzenspieler sowie insbesondere der spätere israelische Weltklasse-Spieler Gilad Bloom und Spieler wie Dominik Böttcher, Claus Düppe und Philipp Stockhoff, die spannende Spiele auf höchstem Regionalliga-Niveau boten. Auch die Damenmannschaft war in diesen Jahren überaus erfolgreich: die Weltklasse-Spielerin Eva Pfaff mit Gabriele Molnar, Anouschka Popp, Meike Babel, Petra Winzenhöller, Stefanie Meyer und viele andere fanden den Weg nach Eschersheim und bereicherten das Clubleben durch hervorragende Leistungen.

Wie die Spieler sich heute schlagen, können Sie unter Mannschaften sehen.